AG Sammlung und Sichtbarkeit von Forschungsdaten der eigenen Institution

Datenpublikationen und mit Forschungsdaten in Verbindung stehende Ressourcen bilden zunehmend einen wichtigen Teil von Forschungsergebnissen. Es stellt sich die Frage, wie Einrichtungen einen Überblick bekommen können, wie viele Daten von Forschenden der eigenen Einrichtung veröffentlicht werden, und wo diese Daten liegen. Denn anders als bei Zeitschriftenartikeln und Monographien gibt es für Forschungsdaten nur wenige Ansätze für eine systematische Erfassung. Sie sind selten (vollständig) in Katalogen, Hochschulbibliografien oder Forschungsinformationssystemen verzeichnet. Die entsprechenden Arbeiten stehen noch am Anfang und sollen mit den Aktivitäten und Ergebnissen dieser GO UNITE! Arbeitsgruppe (AG) unterstützt werden.

Die AG „Sammlung und Sichtbarkeit von Forschungsdaten der eigenen Institution“ (Akronym: SamS) widmet sich seit 2022 im Rahmen von GO UNITE! dem Thema der Übersicht und Sichtbarkeit von Daten der eigenen Einrichtung. Dabei befasst sich die AG anfangs mit der Frage, wie die zunehmend verstreuten Forschungsdaten, die etwa bei Repositorien (z. B. Zenodo, Dryad, Figshare und fachlichen Repositorien) oder bei Verlagen veröffentlicht sind, identifiziert und in lokale Verzeichnungssysteme eingetragen werden können.

Konkret wurde daran gearbeitet, welche Empfehlungen, Regularien und Sammlungsansätze es vor allem im deutschsprachigen Raum bereits gibt und wie Schnittstellen und Suchanfragen in verschiedenen Systemen für die Auffindung genutzt werden können.

Hieraus ist ein umfassender Bericht entstanden:

Putnings, Markus, Anna Daudrich, Nils Dille, Anastasiia Iarkaeva, Janina Kühner, und Alica Wollmann. 2024. „GO UNITE! Empfehlungen zur Sammlung und Sichtbarkeit von Forschungsdaten der eigenen Institution“. https://doi.org/10.5281/zenodo.11102368.

Seit 2025 trifft sich die Gruppe wieder regelmäßig in neuer Zusammensetzung. Aktuelle Themen, die in verschiedenen UAGs bearbeitet werden, sind:

  • Aktualisierung der „ Empfehlungen zur Sammlung und Sichtbarkeit von Forschungsdaten der eigenen Institution“ mit Exkurs zu Forschungssoftware
  • Workflows / Hilfen für Use Cases zur Nachnutzung
  • Identifizierung von Schnittstellen zu Forschungsinformationssystemen (FIS)

Die Arbeitsgruppe ist auf aktive Mitarbeit und Einbringung von Wissen aus der Community angewiesen. Neue Mitglieder und Hinweise auf Best/Good/Good-Enough-Practices sind herzlich willkommen.

Über anstehende Termine und weiter Ankündigungen kann sich über folgende Mailing-Liste informiert werden: https://www.listserv.dfn.de/sympa/info/ag-sichtbarkeit-von-forschungsdaten

Termine der Treffen 2026 (jeweils von 11-12 Uhr):

12.01.2026

09.03.2026

11.05.2026

13.07.2026

14.09.2026

09.11.2026


Unterarbeitsgruppen

UAG 1: Aktualisierung der „Empfehlungen zur Sammlung und Sichtbarkeit von Forschungsdaten der eigenen Institution“ mit Exkurs zu Forschungssoftware

Die UAG befasst sich mit der Überarbeitung der Handreichung von 2024. Neben einem grundsätzlichen Update der Inhalte ist hier vor allen die Verbesserung der Nutzerfreundlichkeit im Fokus. Neben einer Einführung in Grundlagen und Begriffe sollen die einzelnen Recherche-Schnittstellen ausführlicher und niederschwelliger vorgestellt werden.

Mitglieder:

  • Birte Cordes (UB Kassel)
  • Anna Daudrich (ZHAW)
  • Jessica Hiller (TU Clausthal)
  • Isabel Schuster (UB der FAU Erlangen-Nürnberg)
  • Martin Spenger (UB der LMU München)
  • Dorothea Strecker (HU Berlin) (Koordination)

UAG2: Workflows / Hilfen für Use Cases und zur Fachzuordnung

In dieser Unterarbeitsgruppe werden exemplarisch für konkrete Anwendungsszenarien Workflows und Empfehlungen erarbeitet, wie diese in der Praxis umgesetzt werden können. Dies umfasst Use Cases, die in die Handreichung der UAG1 einfließen, Workflows für die Lokalisierung von Daten nach fachlichen Kriterien sowie Best Practices, wie institutionelle Repositorien ihre Reichweite und Relevanz für andere Stakeholdern wie FID oder die NFDI erhöhen können.

Mitglieder:

  • Jessica Hiller (TU Clausthal)
  • Jürgen Rohrwild (UB der FAU Erlangen-Nürnberg) (Koordination)
  • Viktoria Scheller (UB Würzburg)
  • Anna Katharina Winkler (UB Bayreuth)

UAG 3: Identifizierung von Schnittstellen zu Forschungsinformationssystemen (FIS)

Vor dem Hintergrund, dass Forschungsdatenpublikationen immer mehr als eigenständige Leistung gewürdigt und zunehmend auch zur Bewertung wissenschaftlicher Leistungen berücksichtigt werden, befasst sich die Unterarbeitsgruppe mit dem Nachweis von Forschungsdaten in institutionellen Forschungsinformationssystemen. Dabei werden Schnittstellen und Importmöglichkeiten diskutiert, sowie konkrete Anwendungsszenarien und Empfehlungen für die Praxis erarbeitet.

Mitglieder:

  • Blanka Goßner (TH Wildau)
  • Jessica Hiller (TU Clausthal)
  • Christian Malzer (UB Würzburg)
  • Hans März (HS Merseburg)
  • Carina Schiller (TH Brandenburg) (Koordination)

Kontakt

Dr. Anna Daudrich

Hochschulbibliothek, ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften

https://orcid.org/0000-0002-7663-5630

E-Mail: anna.daudrich(at)zhaw.ch

Janina Kühner, M.A.

Universitätsbibliothek, Universität Bamberg

https://orcid.org/0000-0001-9211-8695

E-Mail: janina.kuehner(at)uni-bamberg.de

Dr. Jürgen Rohrwild

Universitätsbibliothek, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

https://orcid.org/0000-0002-1167-0339

E-Mail: juergen.rohrwild(at)fau.de

Dr. Martin Spenger

Universitätsbibliothek, Ludwig-Maximilians-Universität München

https://orcid.org/0000-0002-8841-5985

E-Mail: martin.spenger(at)ub.uni-muenchen.de